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Ein Wort an Anders-/ Nicht Gläubige


„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“
―Werner Heisenberg

 
Vielleicht hast du eine abwertende Vorstellung vom Christentum.
Vielleicht denkst du auch, dass die Bibel ein verstaubtes Buch ist, dass in der heutigen Zeit nichts zu sagen hat.
Leider wird man heute sehr viel negativ beeinflusst (auf der Seite findest du mehr Information darüber, siehe Zeitgeist), sodass wir gewisse Vorstellungen über etwas haben, die man eingetrichtert bekommt, ohne irgend eine praktische Erfahrung gemacht zu haben.
Wenn du hier auf der Seite etwas von "Gott" ließt oder von der "Bibel", lass dich nicht vom Religionsgefühl abschrecken.
Nun ist es so, dass vormoderne Kulturen ausnahmslos eine Religion hatten.1
Die Frage die man sich stellt:
Warum bzw. wie kam es dazu, dass der Glaube oder die Überzeugung an eine übernatürliche Macht oder ein übersinnliches Wesen in den Menschenvölkern vorkam?
Besteht der Grund nur darin, dass man einfach, das, was man nicht erklären konnte, als übernatürlich betrachtete und die existierende Herrlichkeit (z.B. Landschaft)  bewunderte?
Wir glauben nicht, dass es nur auf Grund von Unerklärtem basierte.
Wir glauben nämlich, dass im Inneren des Menschen etwas sich nach dem Übernatürlichen sehnt.
Wir glauben, dass Gott, der die Himmel und Erde erschaffen hat, uns den Sinn für Übernatürliches bereits hineingelegt hat.
Wir meinen, dass besonders die heutige Welt bzw. die heutige Zeit diesen Sinn dämpft. Auf einer Seite unbewusst und auf der anderes Seite möchte man nicht "verrückt" werden und dem Übernatürlichem eine Chance geben, indem man das "Suchen nach mehr" ignoriert bzw. mit irdischen
Mitteln ersetzt.
Wenn es um Bedürfnisse geht, stellen wir doch alle früher oder später fest, dass alles Irdische uns auf Dauer nicht befriedigen kann. Ständig sind wir auf der Suche oder sehnen uns nach einem Mittel, welches die "Leere" in uns füllt.
Des Menschen Geist ist darauf ausgerichtet Gott  zu suchen. Verschiedene Religionen und Anbetungen sind die Folge dieses Sinnes.
Dass die Wissenschaften, besonders die Naturwissenschaft, uns Menschen heute mehr Klarheit über unsere Erde bringen besteht kein Zweifel.
Doch leider ist die gewisse Denkvorstellung, dass die Wissenschaft einen Gott "nicht-brauchbar" macht, zu sehr in des Menschen Herzen gesät.
 
 
1

Josef Franz Thiel: Religionsethnologie, erschienen in: Horst Balz, James K. Cameron, Stuart G. Hall, Brian L. Hebblethwaite, Wolfgang Janke, Hans-Joachim Klimkeit, Joachim Mehlhausen, Knut Schäferdiek, Henning Schröer, Gottfried Seebaß, Hermann Spieckermann, Günter Stemberger, Konrad Stock (Hrsg.): Theologische Realenzyklopädie, Band 28: „Pürstinger - Religionsphilosophie“. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1997, ISBN 978-3-11-019098-4. S. 560–565.

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